Fitness Tracker ohne Cloud (15)

Fitness Tracker ohne Cloud aber mit Datenschutz

Du willst Sport machen und von Konzernen dabei nicht beobachtet werden? Deine Ernährung und Dein Gewicht ganz privat nur für Dich aufzeichnen? Dann brauchst Du einen Fitness Tracker ohne Cloud.

Hier bekommst Du von mir datensparsame Alternativen gezeigt. Im Gegensatz zu den Angeboten der großen Anbieter erlauben Dir diese, die Vorteile eines Fitnessarmbands zu nutzen und trotzdem unbeobachtet Sport zu machen, ganz ohne Cloud des Herstellers.

​Bei Sport legst Du Wert auf Privatsphäre? Du gibts aber oft noch viel intimere Informationen über Dich preis! Willst Du das verhindern? Dann solltest Du auf jeden Fall auch anschauen wie Du ausspioniert wirst und Werbung blockieren kannst.  Und der richtige Browser hilft Dir für privates surfen.

Fast alle Hersteller von Fitness Trackern erlauben das Synchronisieren mit den Smartphone-Apps nur über deren Computer in der Cloud. Fitness Tracker und Datenschutz sind so aber schwer zu vereinbaren.

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Datensammelwut

Die Synchronisation mit der Cloud hat maßgeblich den Zweck, an unsere Daten zu kommen, um diese auszuwerten und zu monetarisieren. Die Verbraucherzentrale [2] hat dazu in einem Artikel die desaströsen Zustände beschrieben. Jens von der Manufaktur für digitale Selbstverteidigung [10] hat das Themas übrigens von der philosophischen Seite betrachtet, sehr lesenswert.

Es gibt datensparsame Alternativen: Fitness Tracker ohne Cloud

Die Zuschrift einer Hörerin habe ich zum Anlass genommen, eine Recherche durchzuführen und als Übersicht zusammen zu stellen.

Bewusst habe ich dabei nur einfache Lösungen ausgewählt.

Wir schauen uns daher im folgenden zwei Möglichkeiten für den datenbewussten Einsatz eines Fitness Tracker ohne Cloud an:

  • die MiBand-Armbänder von Xiaomi mit alternativer Software und
  • die Fitnesstracker der Firma Beurer.

Dieser Text enthält keine Werbung, keine Affiliate-Links und ich habe mit keiner der genannten Firmen und Entwickler eine geschäftliche Beziehung. Alle Aussagen sind nach bestem Wissen und Gewissen meine eigene Meinung.

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​Datenschutz nehmen wir sehr ernst. Kein Spam. Jederzeit kündbar. Mehr Infos dazu in unserer Datenschutzerklärung.

MiBand und MiBand2 von Xiaomi

Die am häufigsten genannte Empfehlungen sind die MiBand-Modelle von Xiaomi [3].

Diese Fitnesstracker sind extrem günstig und evtl. schon deswegen eine Alternative zu den teilweise mehr als fünfmal so teuren Konkurrenten. Für die genannten Versionen gibts es alternative Smartphone-Apps, für das aktuelle Modell 3 werden zumindest vereinzelt Probleme berichtet.

Alternative Smartphone Apps für MiBand:

Beide im Folgenden genannten Applikationen erweitern den Funktionsumfang der MiBand-Fitnesstracker erheblich. Und das, ohne die Originalsoftware des Herstellers benutzen zu müssen. Nur zur erstmaligen Einrichtung kann das unter Umständen notwendig sein. Beide Apps sind für Android verfügbar. iOS wird derzeit nicht unterstützt.

MiBand Master

Homepage [4] Der Link zu https://www.davidschlegl.at/mi-band-master/ funktioniert aktuell (05.05.2019) nicht
Google Play Store [5]

Notify & Fitness for Mi Band

Google Play Store [6]

Update: Das Tool scheint sich [11] beim Start mit Facebook zu verbinden und ist damit nur noch bedingt empfehlenswert. Traurig

Eine Alternative ist aber:

Gadgetbridge

Gadgetbridge [13] ist eine freie Android-Applikation, die einige Fitnesstracker unterstützt. Unter anderem auch die MiBand.

Ihr findet die Applikation im F-Droid Appstore [12].

private und sichere Suchmaschinen fitnesstracker ohne cloud
private und sichere Suchmaschinen: eine gute Ergänzung zum Fitnesstracker ohne Cloud

Beurer Aktivitätstracker AS80 und AS 95 (+Videos)

Unboxing ​des AS97 Fitnesstrackers (Video)

​Inbetriebnahme ohne Cloud des AS97 Fitnesstrackers (Video)

Die beiden Artikel [7] und [8] haben mich auf die Fitnessarmbänder der Firma Beurer  [9] neugierig gemacht. Genannt werden vor allem:

  • die Funktion ohne Internetzugang und
  • dass keine Anmeldung notwendig sei.

Aktuelle Technologie und von Werk aus datensparsam klingt recht gut. Und nachdem die Firma in Ulm sitzt, habe ich gleich eine Anfrage an deren Support gestellt:

[…]
- welches Ihrer Produkte funktioniert auch ohne Verbindung zu einem Online-Dienst ?
- wird zum Aktivieren ein Account benötigt?
- welche Einschränkungen gibt es durch den Betrieb ohne Online-Funktionalität?
[…]

Sobald die Antworten von Beurer mir vorliegen, teile ich diese hier mit Euch. Denn auch wenn viele andere Quellen davon berichten, eine offizielle Bestätigung des Herstellers wäre natürlich wünschenswert.

UPDATE:

Nach Aussage der Fa. Beurer sind die Fitnessarmbänder inklusive dem Modell „ AS95“ auch ohne Anbindung an die Herstellerrechner vollumfänglich nutzbar. Alle in der App "Beurer Health Manager" eingebundenen Geräte sind auch ohne "Beurer Cloud Account" verwendbar.

Ich finde, das ist ein schönes Beispiel aus der Praxis. Datenschutz ist ein wichtiges Thema und frühzeitig beim Entwickeln von Produkten zu berücksichtigen.
Zusätzliche Funktionen stehen den Beurer Produkten durch das Verbinden mit dem Internet zur Verfügung.  Ob die erweiterten Möglichkeiten genutzt werden, kann jeder für sich auf Basis seiner Ansprüche entscheiden. Auf jeden Fall sind Fitnesstracker ohne Cloud machbar.

Fazit: Es gibt Alternativen – Fitnesstracker ohne Cloud

Es gibt Alternativen zu den gängigen Fitnesstrackern, deren Geschäftsmodell das gewerbsmäßige Datensammeln beinhaltet. Das sind dann zwangsläufig nicht immer die aktuellsten Modelle der ganz großen Marken dieser Welt. Aber auch die Alternativen haben ihre Fangemeinde.

Die Auswahl an datensparsamen Lösungen in Form von Fitness Trackern ohne Cloud ist allerdings übersichtlich.

Es muss klar sein, alle neuesten Features bei vollem Komfort und maximaler Sicherheit gehen nicht gleichzeitig. Aber was soll der Fitnesstracker wirklich können? Überlegt Euch mal, ob alle communitybasierten Funktionalitäten wie Teilen Eurer Aktivitäten auf sozialen Netzwerken sein müssen. Und wie wichtig Euch Datenschutz beim Fitnesstracker ist.

Die Beurer-Aktivitätstracker sind zum jetzigen Zeitpunkt meine Empfehlung für die Einfach-problemlos-dafür-etwas-teuerer-Fraktion. Die MiBands sind sehr günstig, die von Unabhängigen entwickelte Software ist nur für Android zu haben.

Danke

In Folge Eins der Datenwache [1] erzählte ich Euch, warum ich ein Fitnessarmband trage. De facto habe ich mit Unterstützung des Gerätes ordentlich Gewicht verloren. Ich finde es motivierend, jeden Tag eine Schätzung der verbrannten Kalorien zu sehen und mit meinen Zielen zu vergleichen. Dieser Vorteil überwiegt für mich die Tatsache, dass …

Ich muss ja meiner Hörerin zutiefst danken, ich werde beim nächsten Fitnesstracker sicher die obigen Alternativen in die engere Wahl nehmen. Nachdem ich bei Alltagsgeräten schon ein Freund der einfach funktionierenden Lösungen bin und zudem iOS-Geräte bevorzuge, tendiere ich da zu Beurer. Bei einem Android-Telefon würde ich definitiv die Xiaomi-Armbänder ausprobieren.

Dein Mitch

PS Welchen Fitnesstracker verwendest Du? Hast Du eines der besprochenen Geräte? Dann hinterlasse doch einen Kommentar und teile Deine Erfahrung.

[1] Folge Eins der Datenwache

[2] Verbraucherzentrale

[3] Miband 2

[4] Mi Band Master Homepage

[5] Mi Band Master Google Play Store

[6] Notify & Fitness for Mi Band Google Play Store

[7] Beurer AS95 Artikel

[8] Beurer AS95 Artikel

[9] Beurer Aktivitätstracker

[10] Der Weg auf der hellen Seite ist steiniger: Manufaktur für digitale Selbstverteidigung

[11] Gadgetbridge Mike Kuketz

[12] F-Droid Appstore

[13] Gadgetbridge

im Wortlaut: die komplette Folge zum Nachlesen

Der Podcast: Fitnesstracker ohne Cloud

Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge der Datenwache. Ich bin Mitch und unser Thema heute sind Fitnesstracker.




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Hast Du ein Fitnessarmband?

Ich habe ja in Folge 1 von diesem Podcast erzählt, dass ich eines habe und obwohl ich mir darüber im Klaren bin, dass das datenschutztechnisch jetzt nicht das Allerschlauste ist, habe ich erzählt, dass es für mich gesundheitlich viel gebracht hat. Ich habe dann für mich einfach die Vor- und Nachteile abgewogen und gesagt, dass ich dabei bleibe, auch wenn ich weiß, dass es datenschutztechnisch nicht die Offenbarung ist.

Daraufhin hat sich dann eine nette Hörerin gemeldet und hat mir gesagt, dass es allerdings bei den Fitnesstrackern durchaus auch Alternativen ohne Cloud gibt, die man aus Datenschutzsicht durchaus verwenden kann. Daraufhin habe ich mir das mal angeschaut und das Ergebnis ist dieser Podcast.

Das heißt wir schauen uns jetzt gleich mal an, warum ist Datenschutz bei Fitnesstrackern eigentlich überhaupt ein Thema und wo ist das Problem? Welche Alternativen gibt es eigentlich und natürlich gibt es auch am Ende wieder einen Tipp wie Ihr Euch mit weniger Datenspuren durch das Netz bewegen könnt. Was ist denn überhaupt das Problem mit den bekannten Fitnesstrackern der großen Marken?

Das Problem der großen Marken

Die Verbraucherzentrale NRW hat dazu einen Artikel [2] geschrieben, den ich Euch auch in den Shownotes verlinkt habe und sie kritisieren eigentlich primär diese nichttransparente und überhaupt nicht nachvollziehbare Datensammlung. Das sieht man dann halt auch, wenn man sich die Datenschutzerklärung anschaut. Es ist manchmal einfach nicht konsistent, was man da sieht und es gibt da zwei Probleme, wo die Daten dann landen und wo da im Prinzip Schindluder mit getrieben werden kann.

Das Problem mit der Cloud

Zum einen werden die Daten beim Hersteller gesammelt. Fast alle Fitnesstracker und das ist wirklich ein ganz, ganz großes „fast alle“, synchronisieren ihre Daten mit der Cloud des Herstellers. Also Cloud im Sinne von den Rechner des Herstellers, die irgendwo im Internet stehen. Damit werden Eure Daten gespiegelt.

Das heißt typischerweise vom Fitnessarmband über Bluetooth gehen die Daten via Funk auf Euer Handy. Das ist ja soweit auch noch okay und von da aus werden sie dann aber über das Internet entsprechend mit dem Rechner des Herstellers gespiegelt und damit hat der Hersteller Zugriff auf Eure Daten. Das ist grundsätzlich schon mal ein Problem. Das sehen wir gleich.

 

Datenaustausch mit Dritten

Weiterhin gibt es aber in vielen Apps und vor allen Dingen in diesen zusätzlichen Fitness-Apps, mit denen man dann seinen Fitnesstracker koppeln kann, auch noch Einbindungen von Drittanbietern. Ob das jetzt Facebook oder andere Werbenetzwerke sind, auch sie kriegen dann Daten ausgetauscht und das ist halt einfach ein Problem und darüber zu informieren machen die meisten Hersteller nicht unbedingt so 100 %ig gut.

Warum sind Daten der Fitnesstracker besonders sensibel?

Am Ende muss man sagen, selbst wenn darüber informiert wird, ist das am Ende des Tages trotzdem nicht toll, denn die Daten, die da gesammelt werden, die haben es schon in sich. Hier geht es jetzt nicht darum, ob Ihr bei Zalando die gelben oder die weißen Sneaker bevorzugt und welche Schuhgröße Ihr habt, sondern wir reden hier von Gesundheitsdaten und daraus kann man halt einiges ableiten. Nehmen wir einfach mal an, Ihr habt jetzt Euren Fitnesstracker und weil es natürlich eine schöne Sache ist, trackt Ihr damit irgendwie Eure Sporteinheiten über den Tag. Aber Ihr habt dann auch so ein Gerät, das kontinuierlich den Puls misst. Das heißt man kann wunderbar daraus auch erkennen, an welchen Stellen Ihr Stress habt.

Vielleicht teilt Ihr auch noch Eure Ortsinformation, dann sieht man auch tatsächlich wo Ihr gewesen seid als Ihr diesen Stress hattet und man erkennt auch, ob Ihr Euch bewegt habt oder nicht in der Zeit. Das bedeutet ob es Stress zum Beispiel auf der Arbeit oder zuhause ist oder ob es wirklich Sport war. Dann kann man natürlich, wenn wir schon bei den Pulsfunktionen sind, auch wunderbar daraus ableiten, ob Ihr vielleicht irgendwelche Herzerkrankungen habt. Man sieht ja mit der neuen AppleWatch, welche Technologien die da implementieren. Das ist mit anderen Fitnesstrackern auf Dauer mit Sicherheit auch möglich. Da ist technologisch Apple jetzt vielleicht gerade bei der Implementierung weiter oder vielleicht können die anderen es auch schon, aber dann macht Apple die bessere Werbung.

Ernährungsdaten gibts gleich noch dazu

Auf jeden Fall kann man da mit Sicherheit auch etwas Gesundheitliches an Problemen ableiten. Dann kann man mit den meisten Geräten auch seine Ernährung wunderbar tracken. Dann gebt Ihr da halt ein, welche Art von Ernährung Ihr habt, ob Ihr besonders Süßigkeitenempfänglich seid! Wann Ihr die ganzen Sachen esst! Esst Ihr Eiweißpulver? Ihr erstellt also ein gigantisches Profil über euch und am Ende des Tages hat dieses Profil – vor allen Dingen, weil es halt auch Gesundheitsdaten wirklich enthält – nicht nur wie immer das Potenzial zur Manipulation / Werbung. Ihr könnt mehr Werbung dann für Schokolade oder Eiweißpulver bekommen oder für neue Laufschuhe, wenn Ihr schon 1000 Kilometer mit den Dingern gelaufen seid.

Die Daten finden ihren Weg nicht nur in die Werbung

Aber die Bewertung, die daraus möglich ist, ist natürlich viel gravierender. Wenn wir wirklich aus den Gesundheitsdaten ablesen können, dass Ihr ein Profil mit rauf und runter bei dem Gewicht habt, dass Ihr ein Problem mit Stress habt, dass Ihr vielleicht Probleme mit dem Herzen habt, das sind doch Informationen, von denen man nicht möchte, dass sie in einem Profil landen, wo man sich ja nicht 100 %ig sicher sein kann, dass das nicht irgendwann eine Versicherung bekommt oder ein Arbeitgeber, wo dann drin steht: Stressresistent? Ja / Nein oder Wenig / Viel.

Also das sind einfach Gefahren. Wir reden hier wirklich über sensible Daten und dementsprechend ist es wichtig sich anzuschauen, wie man verhindern kann, dass solche Daten anderen Menschen in die Hände fallen und welche Alternativen es gibt? Nachdem ich dann jetzt. auf dem Kommentar der Hörerin basierend, recherchiert habe, habe ich zwei mögliche Varianten gefunden wie man diese Fitnesstracker verwenden und trotzdem seine Daten schützen kann.

Zwei Alternativen für mehr Datenschutz

Diese beiden Varianten sind

  • zum einen, dass man sich auf Datenschutz ausgerichtete Geräte sucht und
  • zum anderen man benutzt Standardgeräte mit einer alternativen Software.

alternative Software für spezielle Geräte

Die alternative Software ist die Idee, wir nehmen eine Software, die jetzt nicht von dem Hersteller stammt, sondern von alternativen Entwicklern. Meistens sind das irgendwelche freie Entwicklercommunitys, die jetzt eine Software geschrieben haben. Die funktioniert mit dem Fitnesstracker und bietet im Prinzip auch alle Funktionen, aber sie tauscht halt keine Daten mit dem Hersteller oder mit Drittanbietern aus. Das Problem ist, das gibt es halt nur für eine sehr kleine Auswahl von Geräten und was da sehr bekannt und sehr beliebt ist, sind die MiBand bzw. MiBand 2 Modelle von Xiaomi [3] oder wie auch immer man diese Firma ausspricht. Ich habe den Namen aufgeschrieben in den Shownotes. Wer weiß wie man es ausspricht, darf mir gerne schreiben.

alternative Software für Xiaomi Fitnesstracker

Der Vorteil von diesen Fitnesstrackern ist, dass sie unendlich günstig sind. Sie kosten nur einen Bruchteil von den prominenten Geräten und es gibt halt Software wie „MiBand Master“ [4 und 5] oder „Notify and Fitness for MiBand“ [6] die im GooglePlaystore erhältlich sind. Sie bieten im Prinzip die Funktionalitäten der Herstellersoftware an, meistens sogar mehr! Und das Schöne ist dann halt einfach, dass keine Daten mit der Hersteller-Cloud ausgetauscht werden. Manchmal braucht man zur Aktivierung des Gerätes die Originalsoftware einmalig, aber danach kann man dann entsprechend die alternative Software verwenden. Die Links dazu findet Ihr auch in den Shownotes.

Der Nachteil ist – wie gesagt – das gibt es nur für ausgewählte Modelle und typischerweise sind das dann nicht unbedingt die aktuellsten Modelle. Also es gibt Meldungen, dass das mit diesen aktuelleren (MiBand 3?) zum Beispiel nicht reibungslos funktioniert. Das kann sich aber mittlerweile gelegt haben. Auf jeden Fall ist es so, dass man sich informieren muss. Man muss da ein bisschen was tun. Das ist jetzt vielleicht nichts, wenn Ihr der Mutti einen Fitnesstracker zu Weihnachten schenken möchtet, weil es nicht die einfachste Lösung ist. Zumindest nicht, wenn Ihr Mutti das alleine machen lasst mit einer alternativen Software, sondern da müsste sich dann vielleicht jemand darum kümmern, der ein bisschen Spaß an dieser Fummelei hat.

Auf Datenschutz ausgerichtete Fitnesstracker

Eine Alternative sind halt wirklich auf Datenschutz ausgerichtet Fitnesstracker. Da gibt es aber leider halt nicht unendlich viel. Was ich dann allerdings gefunden habe ist die Firma Beurer [7,8 und 9]. Die Firma Beurer hat halt auch Fitnesstracker aus der AS-Reihe im Angebot und die werden mit einer sogenannten Health-Manager-App ausgeliefert, die dann auf dem Handy läuft und dafür sorgt, dass die Daten vom Fitnesstracker auf dem Handy landen. Und der Betrieb dieser App ist auch ohne Cloud-Account möglich und das habe ich mir von der Firma auch nochmal via E-Mail bestätigen lassen. Es ist wirklich so, dass man die Software benutzen kann ohne diesen Cloud-Account zu haben. Dann werden die Daten entsprechend nicht synchronisiert mit dem Hersteller. Aber Ihr könnt Euren Fitnesstracker mit dem Handy zusammen einfach verwenden.

UPDATE: Unboxing & Inbetriebnahme-Videos für den Beurer AS97 Fitnesstracker ohne Cloud

Aber es wird auch gesagt, dass die Cloud natürlich gewisse Vorteile hat. Wenn Ihr über mehrere Rechner auf dieselben Daten zugreifen möchtet, dann müsst Ihr es ja irgendwo synchronisieren, aber Ihr könnt es auch ohne. Und das ist ein schönes Beispiel dafür wie man Hersteller, Datenschutz und noch mehr Funktionalität, die dann aber dann den Datenschutz wieder einschränken würde, zur Auswahl stellt und es Euch halt möglich macht zu wählen, was Ihr wollt. Finde ich eine schöne Sache und der Vorteil hiervon ist, dass es auch mit IOS-Geräten, also Apple-Geräten, funktioniert.

Mein Tipp

Die alternative Software gibt es nur für Android-Geräte. Das heißt, dass Ihr dort ein bisschen festgelegt seid, je nachdem welche Geräte Ihr habt. Das heißt man sieht, dass es Alternativen gibt und damit ist der Tipp dann diesmal auch ganz klar:

Augen auf beim Gadget-Kauf!

Aufgrund der Gesundheitsdaten ist es sicher durchaus was Sensitiveres, aber ganz generell möchte ich Euch einfach den Tipp mitgeben: Wenn Ihr Euch das nächste Gadget, das nächste Spielzeug, die nächste Erweiterung für den Technologiepark zuhause holt, überlegt Euch, was Ihr Euch da tatsächlich kauft und worauf Ihr achtet. Vielleicht sind es nicht nur die neuesten, heißesten Features, die da groß beworben werden, die wichtig sind, sondern vielleicht ist es auch Datenschutz!

Aufgepasst im Internet of Things

Und wie gesagt wir reden da nicht nur von Fitnesstrackern, sondern wir reden auch von all dem Internet of things. Also, wenn Ihr Euch zuhause zum Beispiel vernetzte Lautsprecher holt, überlegt Euch doch mal, ob das unbedingt so ein Ding mit Alexa oder von Google, mit dem Ihr schnacken könnt oder ob nicht ein einfach vernetztes System auch reicht und dann überlegt Euch, welches Ihr holt und guckt mal nach mit wem Daten ausgetauscht werden. Oder Ihr holt Euch das neue Smarthome, mit dem Ihr Eure Heizung steuert oder die intelligente Alarmanlage. Alles Sachen, wo man darauf achten sollte wie die Sachen datenschutztechnisch aufgesetzt sind. Und eines meiner Lieblingsbeispiele sind Putzroboter.

Da kann man sich natürlich welche für Euro 1.000,00 holen, die dann eine wunderbare Karte der Wohnung erstellen, die Karte auch im Internet zur Verfügung stellen, damit ich aus dem Büro raus sehen kann, an welcher Stelle mein Roboter jetzt gerade die Krümel vom Frühstück wegsaugt.

Da gibt es sicher auch irgendeinen guten Grund dafür warum das Sinn machen sollte. Wer den Grund kennt, darf ihn mir gerne schreiben. Ich verstehe ihn nicht wirklich.

Ich habe einen Putzroboter, der kostet ungefähr ein Zwanzigstel von dem Zeug, ist doof wie Dreck, putzt vermutlich dieselbe Stelle auch 17 Mal hintereinander und lässt die Stelle dann drei Tage hintereinander ungeputzt. Am Ende der Woche ist die Wohnung trotzdem sauber und er erstellt keine Karte im Netz. Er hat überhaupt keine Anbindung an das Internet und mein Roboter heißt übrigens Ava.

Wer eine Idee hat, woher der Name kommen könnte, der darf mir gerne schreiben, dann poste ich das nächste Mal ein Foto von dem Ava in meinem Newsletter.

Ansonsten – wie gesagt – meine Empfehlung ist, achtet auf Datenschutz! Nicht nur bei Fitnesstrackern, sondern ganz generell, wenn Ihr Euch das nächste Mal Gadgets kaufen wollte oder anguckt. Ich habe in den Shownotes den Link zu der alternativen Software, zu dem Artikel von der Verbraucherzentrale und noch andere Links reingetan.

Schaut da gerne drauf unter www.datenwache.de und Ihr seht der Podcast hier ist eine Reaktion auf einen Kommentar einer Hörerin und wenn Du auch eine Idee hast, worüber wir uns unterhalten könnten, was Du gerne hören möchtest und was ein wichtiges Thema für Dich ist, sage mir Bescheid. Wer weiß, was sich daraus ergibt? Du kannst mir gerne einen Kommentar hinterlassen über das Kontaktformular auf www.datenwache.de oder Du schreibst mir eine E-Mail an Mitch@datenwache.de. Ich freue mich auf jeden Fall, dass Du mir zugehört hast und bin in zwei Wochen wieder für Dich da.

Dein Mitch

Dieser Text enthält keine Werbung, keine Affiliate-Links und ich habe mit keiner der genannten Firmen und Entwickler eine geschäftliche Beziehung. Alle Aussagen sind nach bestem Wissen und Gewissen meine eigene Meinung.

Leave a Reply 4 comments

Jutta - 5. Oktober 2018 Reply

Fitbit Surge, sogar mit eingebautem GPS. Geht ja eigentlich gar nicht, aber fürs Lauftraining genial. Der Surge wird jedoch nicht mehr gefertigt, ist ein Auslaufmodell. Früher oder später muss ich mich dann sowieso umschauen.

    Mitch - 7. Oktober 2018 Reply

    Hallo Jutta, wie bei allen Themen hier muss man die Entscheidung treffen was einem wichtig ist. Und ein standalone-Fitnesstracker mit GPS aber ohne Cloud-Anbindung ist mir bisher noch nicht untergekommen. Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass sich da auf Herstellerseiten auch was tun wird. Wenn man sich mit der Apple-Welt und deren Modell der differential privacy anfreunden kann, wäre evtl. eine Apple Watch eine Alternative.

    Viele Grüße, Mitch

Herr Oliver Bödeker - 6. Oktober 2018 Reply

Schon mal einen umfassenden Bericht zu lesen – entscheiden muss da jeder selbst. Bleibe deshalb wohl beim Apfel … da gibt es zumindest eine klare Aussage wem die Daten gehören …

Der Weg auf der hellen Seite ist steiniger – Gedanken aus der Manufaktur - 27. November 2018 Reply

[…] des virtuellen Wirkens.Daher: gerne selbstvermessen, aber die Daten schön bei uns selbst behalten.Mitch hat einige gute Geräte getestet, welche die Vorteile der Digitalisierung nutzbar machen, ohne den Besitzer zum Produkt zu […]

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